Willkommen zurück!

Die Sommerferien – oh, Entschuldigung – ich meinte, die vorlesungsfreie Zeit ist nun vorbei. Hatten Sie einen schönen Sommer? Dann können wir ja jetzt frisch und gestärkt das neue Semester beginnen.

Gestern endeten auch wie verabredet die Olympischen Sommerspiele in China. Glücklicherweise, muss ich sagen. Man kann einfach nicht mehrere Stunden am Tag so viel fernsehen. Die erste Woche war ja noch interessant, aber dann wurde es zu anstrengend. Auβerdem ist auch nicht jede Sportart gleich interessant. Die ersten zwei Stunden eines Marathonlaufs muss ich mir zum Beispiel nicht unbedingt ansehen. Da gibt es Spannenderes. Simultanes Kunstspringen (diving) ist bestimmt unglaublich schwierig, aber nicht sehr unterhaltsam. Und seit wann, bitte schön, gibt es Trampolinspringen und BMX-Fahren??? Es scheint, dass es auf ein Mal, ganz viele, neue olympische Sportarten gibt.

Haben Sie die Olympischen Spiele im Fernsehen verfolgt? Was fanden Sie interessant oder uninteressant?

Da wir ja gerade von Spielen reden… Kennen Sie das amerikanische Brettspiel „Würden/wären/hätten Sie lieber?“ (Would you rather?) Nein? Dann müssen Sie dieses Wochenende mal losziehen und es kaufen. Es ist ein unterhaltsames Spiel für die ganze Familie und für Freunde, die man noch ein bisschen näher kennenlernen will. Und zwar geht das Spiel so: Jemand zieht eine Karte, auf der eine Frage geschrieben steht, wie zum Beispiel „Hättest Du lieber eine Nase, wo Dein Bauchnabel (belly button) ist, oder Ohren, wo Deine Augenbrauen sind?“ Der Spieler schreibt dann auf, was er denkt, was die Gruppe gemeinsam und einstimmig entscheiden wird (z.B. Die Mehrheit in der Gruppe wird sagen, dass sie lieber eine Nase anstelle des Bauchnabels hätte!). Und dann hört der Spieler einfach zu, wie die Gruppe die Frage nun selbst liest und dann untereinander diskutiert. Einige Erklärungen und Argumentationen können unglaublich unterhaltsam sein und man lernt neue Seiten seiner Mitspieler kennen.

Vielleicht schreibe ich meinen nächsten Eintrag über deutsche Brettspiele. Was meinen Sie? Wäre das interessant?

In welcher Stadt lebt es sich am besten?

Mercer’s Consulting hat wieder ihre jährliche Studie durchgeführt, in der Städte in der Welt nach Lebensqualität bewertet und verglichen werden. Faktoren, die bewertet werden, sind zum Beispiel: Stau, Luftqualität, und persönliche Sicherheit. Die einzige amerikanische Stadt in den Top 30 ist Honolulu.

Unter den Top 10 sind 7 deutschsprachige Städte.

Platz 1: Zürich, Schweiz

Platz 2: Wien, Österreich

Platz 2 (hat die gleiche Punktzahl wie Wien): Genf, Schweiz

Platz 4: Vancouver, Kanada

Platz 5: Auckland, Neuseeland

Platz 6: Düsseldorf, Deutschland (!!!!) Hurra!

Platz 7: München, Deutschland

Platz 7: (hat die gleiche Punktzahl wie München): Frankfurt, Deutschland

Platz 9: Bern, Schweiz

Platz 10: Sidney, Australien

Ein weiterer Grund, Deutsch zu lernen! 🙂

Semesterferien sind besser in den USA als in Deutschland

Warum? Also, erstmal heiβen die Semesterferien nicht Semesterferien, sondern „vorlesungsfreie Zeit“, das heiβt, dass man keine Vorlesungen (lectures) zu besuchen braucht. Aber: Man schreibt normalerweise, zumindest in den Geisteswissenschaften, Hausarbeiten, die dann am Ende der vorlesungsfreien Zeit abgegeben werden. Das bedeutet also, dass man entweder Uni hat oder selbst wenn Ferien sind, dass man Hausarbeiten schreibt. Viele Studenten in Deutschland arbeiten auch (mehr) in den Semesterferien. Das kommt dann auch noch dazu…

Also, das Studentendasein ist ein bisschen besser ausgelegt für die Studenten in den USA. Da hat man am Ende des Semesters richtig schön Stress, weil man Klausuren und Hausarbeiten schreiben muss, aber dafür ist man dann nach „Finals Week“ mit allem fertig. Bis zum nächsten Semester!

Und was machen amerikanische Studenten so in den Sommerferien? Das frage ich mich auch. Schreiben Sie mir doch mal, was Sie mit Ihrer neugewonnenen Freiheit machen!

Abschlussfeier an IPFW

Letzten Mittwoch war die Abschlussfeier an meiner Universität für graduierende B.A.-Studenten. Zwei unserer Germanistikstudenten waren auch dabei, und deshalb waren wir natürlich auch anwesend. Als Deutsche muss ich zugeben, dass ich diese feierlichen Abschlussfeiern mit Studenten und Professoren in Roben und Hüten ganz beeindruckend finde. Alle A.A. Studenten tragen silberne Roben und silberne Hüte, die B.A. Studenten tragen schwarze, glänzende Roben mit offenen Ärmeln und mit schwarzen Hüten, die M.A. Studenten tragen auch schwarze Roben aber mit geschlossenen Ärmeln und einer mehrfarbigen Kapuze (hood). Diese Kapuze hängt über den Schultern den Rücken hinunter und ist eigentlich in dem Sinne keine richtige Kapuze mehr. Die Professoren, die einen Doktorgrad haben, tragen alle schwarze Roben, die zwei breite Samtstreifen vorne und drei Samtstreifen jeweils auf den Ärmeln haben. Dazu tragen sie alle eine Kapuze, die in den Farben der Alma Mater ausgestattet ist, z.B. war meine Kapuze blau und gold. Wenn die Roben und Kapuzen bestellt werden, muss man genau angeben, an welcher Uni man seinen Doktorgrad erhalten hat. Das wird dann auch kontrolliert… Ganz schön streng.

Ich habe einmal gehört, das die B.A. Studentenroben offene Ärmel haben, weil damals die Studenten so darin ihre Bücher trugen. Die M.A.- und Ph.D. roben haben geschlossene Ärmel, weil die MAs und PhDs damals BAs hatten, um die Bücher für sie zu tragen. 😉

In Deutschland gibt es solche universitätsweiten Abschlussfeiern nicht, oder nicht als ich Studentin war. Ich erhielt mein Magisterdiplom von der Sekretärin ohne viel Trara. Auch diese Roben und Hüte werden in Deutschland nicht getragen. Aber mit der relativ neuen Einführung des B.A. und M.A. Abschlusses, wird sich das wohl auch bald ändern. So viel ich weiβ, gibt es an einigen privaten Unis schon solche Abschlussfeiern im amerikanischen Stil. Mir jedenfalls gefällt‘s, und ich freue mich jedes Jahr darauf, glücklichen Studenten in ihren Roben zu beglückwünschen zu dürfen.

Die schwere deutsche Aussprache

Hier ist ein weiterer Aufsatz zur deutschen Aussprache, geschrieben von einem meiner Studenten, die dieses Semester einen Kurs zur deutschen Aussprache mit mir belegt hatten.

Hindernisse auf dem Weg zur guten Aussprache

Wenn man eine neue Sprache lernt, gibt es immer etwas schwer, das schwer zu beherrschen ist. Am Anfang ist die Grammatik am schwierigsten. In der deutschen Sprache findet der englische Muttersprachler viele Konstruktionen, die zuerst merkwürdig sind. Oft will man die Wörter in die englische Reihenfolge stellen. Aber natürlich kann man das nicht tun. Später wenn man die deutsche Sprache besser kennt, ist die Grammatik nicht so ein Problem und man kann gut verstehen. Dann kommt etwas, was vielleicht schwerer ist: die Aussprache. Man kann viel verstehen, ohne zu sprechen und das Hörverständnis ist oft besser als die Aussprache. Aber verstehen ist nur die erste Hälfte des Zieles. Man will auch verstanden werden. Um verstanden zu werden, muss man gute Aussprache lernen, vielleicht durch das Vorlesen von Texten mit verschiedenen Lauten.

In meiner Geschichte, „Warum nicht Deutsch?“ von Dennis Baker, gibt es Beispiele dieser Laute, aber man sollte auch identifizieren, wann man diese Laute produziert. Um diese Situationen zu identifizieren, muss man die Ausspracheregeln lernen. Nachdem man die Ausspracheregeln auswendig gelernt hat, kann man eine Geschichte wie „Warum nicht Deutsch?“ (und natürlich alles, was aufgeschrieben wurde) vorlesen und sich in der Aussprache üben.

Vokale sind wichtig, weil sie die Basis von allen Silben sind. Jede Silbe hat einen Kern. Dieser Kern ist entweder ein Vokal oder ein Diphtong. Der Kern kann einen Konsonanten oder mehr am Anfang haben, und diese Konsonanten bilden einen Kopf. Ein Kern kann auch Konsonanten am Ende haben, und diese Konsonanten nennen sich eine Coda. Im Titel „Warum nicht Deutsch?“ haben wir vier Silben. (Das bedeutet auch vier Kerne.) Die erste Silbe hat einen Kern („a“) und einen Kopf („w“) aber sie hat keine Coda. Weil diese Silbe keine Coda hat, ist sie „offen.“ Die zweite Silbe hat einen Kern („u“), einen Kopf („r“) und auch eine Coda („m“). Weil sie eine Coda hat, ist sie „geschlossen.“

Vokale können kurz oder lang sein. Die Länge eines Vokals wird oft durch die Zahl von Konsonanten in der Coda nach dem Vokal bestimmt. Ein langer Vokal kann vor nur einem Konsonanten in der Coda sein. Aber ein kurzer Vokal kann vor einem or mehr Konsonanten stehen. Ein langer Vokal wird auch produziert, wenn es ein „h“ nach dem Vokal gibt oder der Vokal verdoppelt wird. In „Warum nicht Deutsch?“ gibt es Beispiele von diesen drei Arten von langen Vokalen (Tag, Prahlerei, Afrikaans) und die zwei Arten von kurzen Vokalen (Satz, das).

Ein Problem, das viele Amerikaner haben, ist wie man das „r“ produziert. „R“ kann zwei unterschiedliche Aussprachen im Deutschen haben: vokalisch und unvokalisch. In amerikanischem English ist das „r“ immer unvokalisch. In Deutsch wird Vokalisierung von einem „r“ durch die Stelle in einer Silbe bestimmt. Am Anfang der Silbe ist das „r“ unvokalisch (es benimmt sich wie ein Konsonant) und wird hinten im Mund produziert. Am Ende der Silbe ist das „r“ vokalisch (es benimmt sich fast wie ein Vokal). Man bekommt das Gefühl, dass das britische „r“ dem Deutschen ähnlicher als dem Amerikanischen ist. In „Warum nicht Deutsch?“ sieht man das vokalische „r“ am Ende vieler Wörter, wie in Adjektiven (ehrlicher, meiner) und Pluralsubstantiven (Ägypter, Römer). Aber Vorsicht! Das vokalische „r“ erscheint auch in der Mitte von Wörtern (durch, Bestürzung, Herzen).

Andere Buchstaben, die einem Amerikaner Kopfschmerzen bereiten, sind auch hier. Das „z“ wird oft von Amerikaner wie ein stimmhaftes „s“ ausgesprochen. Dieser Unterschied ist sehr wichtig und kann entweder die Bedeutung eines Wortes verändern („Zeit“ zu „seit“) oder Unsinn machen („Sug,“ eigentlich das deutsche Wort „Zug,“existiert nicht in der deutschen Sprache). Das „v“ ist auch grausam für Amerikaner, die oft diese Buchstabe als ein stimmhaftes „f“ aussprechen. (Aber man kann das „v“ so sprechen, wenn man ein Wort von ungermanischer Herkunft hat, wie Universitätsgrad und Evangelischen.) Hier gibt es die gleichen Probleme von Bedeutungsverwandlung („Vier“ zum „wir“) und Unsinn (Was meint man mit „Sowiel?“)

Ein Vokal, der für Amerikaner nicht so leicht zu ausprechen ist, ist das „y.“ Das „y“ wird genau wie „ü“ ausgesprochen und ist in vielen Wörtern von romanischer Herkunft („Ägypter“). Unglücklicherweise sprechen viele viele Amerikaner diesen Buchstaben als „i“ oder „ei“ aus. In Wörter wie „Psychiater,“ „Hygiene“ und ironischerweise „Ypsilon,“ sprechen Muttersprachler vom Englischen diese Wörter wie die englischen Äquivalente für diese Wörter, wie „Psickiater,“ „Heigiene“ und „Ipsilon.“

Die Laute der Buchstabekombination „ch“ ist eine Quelle von Verwirrung für Amerikaner. Viele Amerikaner wollen diese Wörter als „ck“ aussprechen. (Vielen Dank, Kennedy!) Aber es gibt drei verschiedene Wege, diese Kombinationen zu aussprechen. Das ch, das man braucht, wird durch die Vokale vor dem „ch“ bestimmt. Es gibt zwei Gruppen von Vokalen: Die Vokale und Diphtonge, die vorne im Mund produziert werden (i, e, ä, ü, ö, y, eu, äu, ei), und die Vokale und Diphtonge, die hinten im Mund produziert werden (a, o, u, au). Wenn man einen Vokal, der vorne im Mund produziert wird, hat, klingt das „ch“ wie [ç]. Man kann diesen [ç]-Laut in Wörtern wie „ich,“ „Griechen“ und „Bücher“ hören. Der [ç]-Laut wird auch in Wörtern mit „ig“ am Ende gehört. Oft sind diese Wörter undeklinierte Adjektive, wie „mächtig“ und „wahrhaftig,“ aber einige Wörter, wie „König,“ haben den [iç]-Laut am Ende. Wenn man einen Vokal, der hinten im Mund produziert wird, hat, klingt das „ch“ wie [x]. Man kann diesen Laut in Wörtern wie „Konversationsbuch,“ „ausgesprochen“ und „Sprache“ hören. Aber für den Kennedy, der in uns allen lebt, gibt es Gelegenheiten, das „ch“ wie [k] auszusprechen. Wenn ein „s“ direkt nach dem „ch“ kommt, wird die Kombination „chs“ wie [ks] ausgesprochen. Man hört diesen Laut in Wörtern wie „nächsten“ und „Regierungswechsels.“

Wie die Kombination „ig“ am Ende, andere Buchstaben haben eine andere Aussprache, wenn sie am Ende eines Wortes sind. Das Phänomen von Auslautverhärtung passiert, wenn ein „g,“ „b“ oder „d“ am Ende sind. „G,“ „b“ und „d“ sind alle stimmhafte Arten von „k,“ „p“ und „t“. Wenn diese Buchstaben am Ende eines Wortes sind, werden sie wie die stimmlosen Varianten ausgesprochen. „Lag“ ([lak], „ob“ [op] und „Deutschland“ [-lant] sind Beispiele von Wörtern mit Auslautsverhärtung.

Eine andere wichitige Sache ist die Betonung von Wörtern. Die Betonung ist für das Verständnis so wichtig wie die richtige Ausprache von Buchstaben und Buchstabenskombinationen. Die Grundregel der Betonung ist, dass, wenn man ein deutsches Grundwort benutzt, wird dieses Grundwort immer auf der ersten Silbe betont. Es spielt keine Rolle, wenn viele akzentlose Konstituenten dazukommen. „Erziehungsgeschichte“ ist ein gutes Beispiel davon. Es gibt zwei Wörter darin. Das erste Wort ist Erziehung, Das Grundwort ist „zieh“ und ist das betonte Wort. Das „Er“ vor dem Grundwort und das „ung“ danach sind akzentlose Konstituenten und beeinflussen die Betonung nicht. Aber akzentuierte Konstituenten beeinflussen drastisch die Betonung. Im Wort „Abweichung“ ist „weich“ das Grundwort. Normalerweise würde dieses Wort betont werden. Aber es gibt eine akzentuierte Konstituente, „ab“, und diese Kontituente nimmt die Betonung. (Es gibt auch eine akzentlose Konstituente, aber, wie früher erklärt wurde, diese Konstituente hat keinen Effekt auf die Betonung.)

Es gibt immer Herausforderungen, wenn man versucht, eine neue Sprache zu lernen. Weil keine Sprache nicht genau wie eine andere Sprache klingt, muss man die Laute von der neuen Sprache einfach lernen. Durch Hören, Vorlesen und Üben kann man besser verstanden werden und auch mehr verstehen. Wenn man die Ausspracheregeln weiβ, kann man Hindernissen entgehen und den Weg zur guten Aussprache entlang fahren.

(Geschrieben von Alexander Mann)

Ausspracheregeln für die deutsche Sprache

Einer meiner Studenten, Jansen Langle, hat einen sehr schoenen Aufsatz zur deutschen Aussprache geschrieben, den ich mit seiner Erlaubnis hier veroeffentlichen darf. Er spricht viele Dinge an, die beim Lernen der deutschen Aussprache hilfreich sein koennen. Wissen Sie zum Beispiel was „Auslautverhaertung“ ist? Oder die „hochdeutsche Lautverschiebung“? Nein? Dann lesen Sie mal weiter…

Die deutsche Sprache ist eine wunderschöne Sprache, die in vier verschiedenen Ländern gesprochen wird. Diese Länder, wo die deutsche Sprache gesprochen wird, sind Österreich, die Schweiz, Liechtenstein und natürlich auch Deutschland. Wenn Sie gar nichts über die deutsche Sprache wissen, dann wissen Sie bestimmt auch nicht, dass es viele Dialekte überall in Deutschland gibt. Das ist für einen Amerikaner wahrscheinlich sehr schwer zu begreifen, weil wir in den Vereinigten Staaten diese Dialekte nicht haben. Es gibt natürlich in den Vereinigten Staaten viele Dialekte, die man bemerken kann, aber nicht so wie in Deutschland. Man kann in den USA vielleicht einen Boston- oder New York-Akzent hören, aber sie sind beide nicht unverständlich. Wenn jemand in Kalifornien lebt und mit jemanden in Boston spricht, haben sie bestimmt keine Probleme mit einander zu sprechen. Aber wenn jemand in Hamburg mit jemandem in Bayern spricht, der Bayrisch als Muttersprache spricht, dann haben sie bestimmt Probleme mit dem Verständnis, weil die Dialekte so verschieden sind.

Ich werde Ihnen in diesem Aufsatz erklären, was die verschiedenen Dialekte in Deutschland sind und auch wie man Hochdeutsch spricht. Ich werde Ihnen auch die verschieden Regeln erklären, wie man die deutsche Sprache besser aussprechen kann. Wie ich schon erwähnt habe, wird eine Person aus Hamburg Probleme haben, wenn sie mit einer Person aus Bayern sprechen müsste, die Barisch spricht, und zwar müssen sie bestimmt auf Hochdeutsch mit einander sprechen, sodass die beiden sich verstehen können. In Deutschland kann fast jeder Hochdeutsch, weil normalerweise Hochdeutsch in allen Schulen unterrichtet wird. Es gibt in Deutschland über zwanzig verschiedene Dialekte. Es gibt Berlinerisch, Kölsch, Bairisch, Saterfriesisch, Hamburgerisch, Hessisch, Sächsisch, Schwäbisch, die Ruhrpottsprache, Norddeutsch, Alemannisch, Pfälzisch, Ostfriesisch, Saarländisch, Westfälisch, Thüringisch, Fränkisch, Moselfränkisch, Niederrheinisch, Allgäuerisch, und noch mehr. Alle diese Dialekte werden in Deutschland gesprochen, aber es gibt noch andere Dialekte, die zum Beispiel in der Schweiz gesprochen werden. In der Schweiz wird Schweizerdeutsch gesprochen. Wenn jemand aus Deutschland Schweizerdeutsch hört, dann versteht der Deutsche in den meisten Fällen fast gar nichts. Die Schweizer können aber alle Hochdeutsch und deshalb können sie mit Leuten aus Deutschland sprechen.

Es gab in Deutschland zwei verschiedene Lautverschiebungen, die einen großen Effekt auf die deutsche Sprache gehabt haben. Die erste Lautverschiebung oder die sogenannte germanische Lautverschiebung hat die germanischen Sprachen von den anderen indoeuropäischen Sprachen abgegrenzt. Die sechs wichtigsten Veraenderungen sind: /p/ wurde zu /f/, wie zum Beispiel pella wurde zu Fell. /T/ wurde zu /th/, wie zum Beispiel tres wurde zu three. /K/ wurde zu /ch/h/, wie zum Beispiel cornu wurde zu Horn. /B/ wurde zu /p/, wie zum Beispiel labium wurde zu Lippe. /D/ wurde zu /t/, wie zum Beispiel duo wurde zu two und nicht zuletzt /g/ wurde zu /k/, wie zum Beispiel genu wurde zu Knie. Durch die erste Lautverschiebung löst sich das Germanische aus dem indogermanischen Sprachenverbund. Die zweite Lautverschiebung oder die sogenannte hochdeutsche Lautverschiebung hatte aber erstaunlicherweise nur einen großen Effekt in dem südlichen Teil von Deutschland gehabt. Die wichtigsten Veränderungen sind: /P/ wurde zu /pf/, wie zum Beispiel pepper wurde zu Pfeffer. /T/ wurde zu /tz/, wie zum Beispiel tam zu zahm. K wurde zu /kx/ und /x/, wie zum Beispiel Kind zu K[x]ind. Diese zweite Lautverschiebung ist aber wirklich nicht in dem Norden passiert. Sie sagen im Norden immer noch Sachen wie „ik mutt“ und nicht „ich muss“ . Jetzt verstehen Sie vielleicht ein bisschen mehr wie die deutsche Sprache sich mit der Zeit entwickelt hat.

Ich werde Ihnen jetzt versuchen beizubringen, wie man verschiedene Wörter und Sätze auf Deutsch ausspricht. Es gibt viele Regeln in der deutschen Sprache und auch für die deutschen Aussprache. Wenn jemand etwas auf Deutsch falsch ausspricht, kann es der Unterschied sein, ob es verständlich ist oder nicht. Ich habe einen Text mit dem ich Ihnen erklären will, wie man die deutsche Sprache richtig ausspricht und warum es so ist. Der erste Satz des Textes lautet „Mustafa war zwölf Jahre alt und lebte in der Nähe von Riad in der Wüste“. Ok, jetzt werden wir versuchen diesen Satz auszusprechen. Zuerst müssen wir aufpassen, wie man ein deutsches R sagt. Zum Beispiel „Mustafa war zwölf Jahre alt“. Es gibt auf Deutsch ein vokalisches r und ein unvokalisches r. Das r in war ist ein vokalisches r und wird zum Beispiel wie /Tiger/ oder /Sieger/ ausgesprochen. Ein unvokalisches r klingt wie das r in Ohren oder in Rauchen. Als nächstes haben wir das Wort „zwölf“. Ö ist vielleicht ein bisschen schwer für einen Amerikaner auszusprechen. Es gibt ein langes ö und ein kurzes ö, die anders ausgesprochen werden. Wenn man „zwölf“ aussprechen will, dann muss man ein kurzes ö aussprechen wie zum Beispiel in Löffel. Es gibt eine lange und eine kurze Vokalregel und zwar wenn es einen doppelten Buchstaben nach einem Vokal gibt, wird der Vokal kurz ausgesprochen. Mit Löffel gibt es zwei fs nach dem Vokal und deshalb wird der Vokal kurz ausgesprochen. Mit dem Wort „zwölf“ kann man auch die zweite Lautverschiebung sehen, wie zum Beispiel das /t/ in twelve wurde zu /z/ in zwölf. Als nächstes in diesem Satz haben wir das Wort „Nähe“. Es gibt auch ein kurzes und langes ä. Man spricht ein kurzes ä aus wie zum Beispiel mit dem Verb kämpfen. Ein Beispiel für wie man ein langes ä ausspricht ist wie zum Beispiel das Wort Käse.

Jetzt werden wir versuchen einen anderen Satz auszusprechen. In einem anderen Satz steht es „Er mochte jeden einzelnen aus seinem Dorf“. Wir werden jetzt mit „mochte“ anfangen. Es gibt ein langes und auch ein kurzes o in der deutschen Sprache. Man spricht „mochte“ aus mit einem kurzen o wie zum Beispiel kommen oder offen. Ein langes o ist ganz anders und wird ausgesprochen wie in Sohlen oder Oma. Das Wort „Dorf“ in diesem Satz ist ein gutes Beispiel für die zweite oder hochdeutsche Lautverschiebung. Dorf wurde zum Beispiel von dorp zu Dorf in der zweiten Lautverschiebung.

Es gibt auch eine sogenannte „Ablautverhärtung“ in der deutschen Sprache. Es steht im Text zum Beispiel „Ab und zu kam ein Brief mit schönen bunten Briefmarken, mit dem der Vater versprach, bald nach Hause zukommen“. Wenn man diesen Satz ausspricht, muss man aufpassen wie man das Wort ab sagt. Es sieht so aus, als ob das Wort ab genau so klingt wie /ab/ in haben. Das stimmt aber überhaupt nicht, weil es Ablautverhärtung gibt. Mit der Ablautverhärtung wurde das Wort ab zu /ap/. Der Unterschied mit Ablautverhärtung ist aber, dass zum Beispiel das ab immer noch wie ab geschrieben wird, aber nur wie /ap/ ausgesprochen wird. Die Ablautverhärtung findet statt nur wenn es ein /b/, /d/, oder /g/ am Ende gibt. Das /b/ wurde zu /p/, wie in ab zu /ap/. Das /d/ wurde zu /t/, wie das Wort Grad zu /Grat/. Das /g/ wurde auch zu /k/, wie das Wort Zug zu /Zuk/. Wie würde dann zum Beispiel das Wort Rad ausgesprochen? Die richtige Antwort ist /Rat/. Sie müssen aber verstehen, dass mit der Ablautverhärtung sich nur die Aussprache ändert und nicht die Schreibung.

Jetzt verstehen Sie vielleicht ein bisschen mehr über die deutsche Sprache und die verschiedenen Regeln, wie man die deutsche Sprache besser aussprechen kann. Sie wissen jetzt auch über die erste und zweite Lautverschiebung Bescheid, und wie die deutsche Sprache sich im Lauf der Jahre verändert hat. Ich habe auch ganz viele Information über die verschiedenen Dialekte in Deutschland und den Unterschied zwischen Dialekten in Deutschland und den USA angegeben. Wenn Sie alle diese Informationen verstehen und auswendig lernen können, dann werden Sie warscheinlich keine Probleme haben, wenn sie die deutsche Sprache lernen und sprechen wollen. Ich hoffe, Sie fanden diese Information interessant und hilfreich und ich hoffe auch, dass Sie diese Sprache weiter lernen wollen.

(Geschrieben von Jansen Langle)

Und die Gewinner lauten …

1. Beste Aussprache der Vokale:          Bethany, dicht gefolgt von Dervisha und Mickey.

 

2. Beste Aussprache der Konsonanten: Jansen, gefolgt von Aaron und Garret

 

3. Beste Auslautverhärtung:                               Alex und Jansen teilen sich den 1. Platz

 

4. Beste Intonation:                               Bethany, dicht gefolgt von Garret

 

5. Beste Aussprache (insgesamt):          Dervisa, dicht gefolgt von Bethany

 

6. Beste Verbesserung  :                       Mike, gefolgt von Dana

 

Herzlichen Glückwunsch!!!!!

An Bethany, Jansen, Alex, Dervisa und Mike: Ihr Preis wartet ab nächsten Montag in meinem Büro! J