Studentenbeitrag: „Wie man in Deutschland geboren wird“

Dieser Beitrag wurde von Lindsley M., Studentin in meinem G463 German Culture Kurs, geschrieben:
 
 
Als ich schwanger war, hatte ich einen guten Arzt in Kalifornien und sogar noch bessere Krankenversicherung durch Beamtenstatus. Ich frage mich, ob die Erfahrung einer deutsche Mutter mit meiner Schwangerschaft vergleichbar waere (vor den wirtschaflichen Schwierigkeiten von unserer Grossen Rezession).
Sie wissen vielleicht, dass die deutsche Regierung viele finanzielle Anreize, um Kinder zu erziehen, unabhaengig vom Einkommen anbeietet. Aber was fuer eine Ueberraschung, dass trotz dieses grosszuegigen Geschenks, Deutschland inzwischen eine NEGATIVE Wachstumsrate der Bevoelkerung hat! Schau mal:
Nicht seit dem 2. Weltkrieg ist die Geburtenrate so niedrig gewesen. „Elterngeld“ war im Jahr 2007 von 7.000 Euro auf bis zu 22.000 Euro pro Jahr erhoeht, aber Deutschlands Bevoelkerung schrumpt noch. (Wollen Sie wissen, wie viel Elterngeld Sie bekommen wuerden? Probieren Sie diesen Rechner: http://Elterngeldrechner.de
Es ist nicht, weil Menschen keine Kinder wollen. Martin Spiewak, der Autor von Wie weit gehen wir fuer ein Kind? erzaehlt, ‚Die meisten Deutschen wollen Eltern werden. Einer Umfrage des Bundesforschungsministeriums zufolge halten nur zehn Prozent ein Leben ohne Kinder fuer erstrebenswert, 14 Prozent der Maenner, 5 Prozent der Frauen.“ Viele geben die Schuld an der Karriere von Frauen. Trotz Mutterschaftsgelds und Mutterschutzgesetzen, verzoegern Frauen die Mutterschaft. Vielleicht schaetzen sie nicht diese wertvollen Vorteile…Amerikanische Muetter haben nie eine solche Sicherheit,
Noch ein anderer moeglicher Grund ist eine sogennante „Fruchtbarkeits-Krise“. Wenn Sie sich wundern, die deutsche Regierung zahlt auch fuer teure Fruchtbarkeits-Behandlungen, und die Verwendung von Invitro-Fertilisation (IVF) findet mehr denn je statt. Der ‚IVF Boom‘ ist nur der Anfang von „Medikalisierung“ in dem Prozess des Kinderkriegens; „Natural“ Geburt mit behaglichen Ambeinte war fuer Generationen beliebt. Der Trend heutzutage sind mehr Kaiserschnitte und Medikamente, aber mit dem gleichen behaglichen Ambiente. Gesundheitswissenschaftlerin Beate Schucklings Meinung besagt, dass die normale Geburt „auf der roten Liste“ steht.
Lass‘ uns jetzt ein bisschen ueber die Details von Schwangerschaft reden…
Wenn eine Frau in Deutschland schwanger wird, traegt die ihre medizinischen Notizen zu ihren Terminen in einem blauen „Mutterpass“ Heft ein. Er enthaelt typische Informationen wie Gewicht, Blutdruck, Babys Bewegung, usw. Eine typische Schwangerschaft besteht aus 10 Vorsorgeuntersuchungen vor der Geburt. Es ist sehr interresant fuer mich, dass drei Unterschalluntersuchungen standard sind, waehrend die meisten amerikanischen Aerzte maximal zwei bevorzugen. Die deutsche Aerteschaft, in der Regel, fuerchten nicht Gesundheitsrisiken durch Exposition vom Ultraschall.
Die Krankenkasse zahlt fuer alle Termine und medizinische Aufwendungen, einschliesslich postnatale Trainingsklassen: die sogenannte „Rueckbildungsgymnastik„. Eine interessante Parallel zum amerikanischen Bestseller What to Expect When You’re Expecting ist die Hebammensprechstunde.  Dieses Buch schliesst ein ganzheitliches Motiv ein. Die meisten Frauen benutzen Hebammen in einem Krankenhaus. Akupunktur, Kraeutermedizin, usw. werden zusammen mit moderner Technologie verwendet.
Ein Baby kann zu Hause oder im Krankenhaus geboren werden. Eine Kombination der beiden ist ein Geburtshaus. Wie Martin Spiewak erlaeutert, „…der neueste Trend: im Krankenhaus gebaeren, ohne sich im Krankenhaus zu fuehlen. Natuerlich — und doch medizinisch sicher“. Ein oder zwei Tage ist der uebliche Krankenhausaufenthalt fuer amerkanische Muetter; in Deutschland dauert diese Zeit eine ganze Woche, aber man kann es selbst entscheiden.
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