Studentenbeitrag: „Wie man in Deutschland als Paar lebt“

Der folgende Beitrag wurde von Kyle G., einem Studenten in G463 German Culture, verfasst:

Dieser Blogbeitrag basiert auf dem Artikel „Wie man in Deutschland als Paar lebt“ auf der Website: http://www.zeit.de/2004/08/Deutschland_2fPaar .  Ich finde, dass die Probleme und Fragen in Deutschland in diesem Artikel sehr ähnlich mit denen in den Vereinigten Staaten sind.  Viele Leute suchen ein frohes Leben als Paar, aber es gibt immer mehr Scheidungen.  Der Artikel, den ich las, erforscht diese Tatsache und gibt fünf Beispiele von bemerkenswerten Paaren.

Ich begann meinen Vortrag mit den interessanten Statistiken über Scheidungen in Deutschland (aus dem Jahr 2006).  Jeder zweite Haushalt war ein Ein-Personen-Haushalt, und es gab keine Kinder in 65 Prozent aller Haushalte.  400000 Ehe passierten pro Jahr und 200000 Scheidungen geschahen.

Das erste Beispiel eines Paares war ein Ehepaar, das schon seit dreißig Jahren verheiratet war.  Sie waren lebenslang im Gespräch miteinander.  Sie hatten drei Kinder und ein glückliches Sexuelleben miteinander.  Sie teilten die gleichen Werte und Glauben, und darum war es einfach für sie zusammenzubleiben.

Das zweite Paar war ungewöhnlich, weil der Mann zu Hause blieb, während die Frau als Professorin an einer Universität arbeitete.  Der Mann wusch die Kleidungen und machte die Mahlzeiten.  Jedes Mal als die Frau einen neuen Job bekam, zog er mit ihr um.  Sie arbeiteten zusammen an ihren Büchern, und darum vergleicht der Artikel ihre Ehe mit einem Projekt.

Ich fuhr meinen Vortrag fort mit einem Zitat von Gerhard Amendt, Direktor des Instituts für Geschlechter: „Sex und Liebe sind zwei Vehikel.  Geht es mit dem einen zu Ende, nimmt man das Andere zum Trost.  Man kämpft nicht mehr so sehr um Beziehungen, man tröstet sich mit jemand anderem.“  Dieses Zitat war interessant, aber ich glaube, dass der grӧẞte Teil unseres Kurses skeptisch war, wie wahr es eigentlich ist.

Das dritte Paar war diesem Zitat ähnlich.  Ein junges Paar, sie hatten eine seltsame Beziehung gehabt.  Sie hatten einander seit sieben Jahren gekannt und hatten sich schon dreimal getrennt und waren zum vierten Mal zusammen.  Die Frau in dieser Beziehung sagte, dass es „okay“ ist, andere sexualle Kontakte zu haben.  Ihre Beziehung ist ein Beispiel von „Serieller Monogamie“, wo man sich neu in denselben, gewandelten Menschen verliebt.

Das vierte Paar war ein Lesbenpaar.  Paare von dem gleichen Geschlecht sind öffentlicher in Deutschland als sie es früher waren, aber sie sind noch nicht besonders häufig.  Dieses Paar sagte, dass sie befreit von Geschlechtrollen waren, weil sie das gleiche Geschlecht haben.

Der Artikel sagt, dass es vier Hauptmodelle der Ehe gibt.  Das erste ist das ökonomisch-rechtliche Ehemodell, wo Leute heiraten, weil es weniger teuer zu leben ist.  Das zweite ist das institutionell-rechtliche Modell, wo man heiratet, weil es gut für die Gesellschaft ist.  Das dritte ist das kindzentrierte Modell, wo Ehe als eine Reproduktionsgemeinschaft funktioniert.  Das vierte ist das aktuelle Modell, wo Ehe eine Maximierung des persönlichen Glücks ist.

Im Durchschnitt ist die Ehe in Deutschland ein bisschen anders als in den Vereinigten Staaten.  Die Deutschen heiraten immer später.  Im Durchschnitt heiraten Männer um 31,6 Jahre und Frauen um 28,6 Jahre herum. Der Artikel sagt: „Je später [Leute] heiraten, desto größer ist die Chance einer Scheidung.“

Das letzte Paar, das der Artikel beschreibt, ist ein gutes Beispiel einer Familie mit vielen Kindern—sechs.  Dieses Ehepaar hatte einen romantischen Anfang, und darum blieben sie zusammen durch einige Jahrzehnte hinweg.  Manche Leute glauben, dass Deutschland unfreundlich zu Kindern ist, aber dieses Ehepaar sagt, dass die meisten Leute von dieser Leistung beeindruckt waren.

Nach meiner Zusammenfassung des Artikels, stellte ich ein paar Fragen.  Wie wichtig ist Religion für ein Ehepaar?  Warum?  Ich stellte diese Frage, weil die christliche Perspektive über Ehe sehr interessant ist und viel mit dem religiösen Paar zu tun hat.  Der Pfarrer glaubte, Ehen sind nur während der Zeit auf der Erde, denn die christliche Bibel sagt, dass keiner im Himmel verheiratet.  Aber die Frau des Pfarrers glaubte das nicht, obwohl das Paar viele andere gleiche Werten und Glauben teilte.  Das finde ich interessant.  Das Christentum unterstützt Ehe und lehnt Scheidungen ab.  Für diese Religion ist die Ehe eine heilige Verbindung zwischen dem Ehepaar und Gott.  Aber es scheint mir, als ob die Wichtigkeit dieser Verbindung mit dem Tode endet.  Vielleicht ist diese Frage nicht besonders relevant, wenn man nicht an das Jenseits glaubt, aber für die Christen, die an die Ewigkeit glauben, ist es viel wichtiger.  Wie heilig kann eine Ehe sein, wenn sie mit dem Körper stirbt?  Ist die Liebe zwischen zwei Leuten nur ein kurzzeitiges Ding, das keinen Wert im Himmel hat?  Wenn man die unsterbliche Ewigkeit mit der kurzen Zeit auf der Erde vergleicht, scheint die Ehe eine fast zwecklose Verwicklung.  Warum heiraten dann Menschen?  Im Christentum gibt es religiöse Gründe.  Vermutlich ist die Ehe ein Spiegelbild der Beziehung zwischen Gott und Menschen.  Aber ich glaube es gibt auch andere, praktische Gründe.  Die drei Hauptmodelle der Ehe, die im Artikel stehen, können die Ehe für Christen erklären: Man heiratet aus ökonomischen Gründen, für die Gesellschaft und für Reproduktion.  Das ist sehr pragmatisch und nicht besonders romantisch, aber die christliche Perspektive sieht Ehe als ein Mittel zum Zweck statt des Zweckes selbst.

Dann stellte ich dem Kurs eine andere Frage: Ist es möglich andere sexuelle Partner zu haben und noch eine gute Ehe zu haben?  Der Kurs war der gleichen Meinung, dass wenn man so lebt, dass der Ehemann oder die Ehefrau davon wissen muss.  Manche Studenten glauben, dass diese Idee okay war, wenn sie dem Ehepaar gefällt.  Andere glauben, dass die Idee fast ein Witz war.  Obwohl ich das persönlich nie machen würde, finde ich es dennoch ein faszinierendes Gedankenexperiment.  Ist es unsere Gesellschaft, die sagt, wir können nur eine Person lieben, oder ist es ein natürlicher Teil unseres Wesens?  Vielleicht werden wir die Antwort nie wissen.

Die nächste Frage, die ich stellte, war ein bisschen normaler: Warum sind Ehen heutzutage weniger erfolgreich?  Manche Studenten sagten, dass es wegen der Ungeduld war.  Ich glaube, es hat viel mit den Entwicklungen der modernen Gesellschaft zu tun.  In der Vergangenheit war die Ehe oft eine Pflicht statt einer Wahl.  Jetzt, weil Leute wählen, was sie wollen, gibt es mehr Möglichkeiten fürs Gelingen ebenso wie fürs Scheitern.

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