Studentenbeitrag: „Wie man in Deutschland geboren wird“

Dieser Beitrag wurde von Lindsley M., Studentin in meinem G463 German Culture Kurs, geschrieben:
 
 
Als ich schwanger war, hatte ich einen guten Arzt in Kalifornien und sogar noch bessere Krankenversicherung durch Beamtenstatus. Ich frage mich, ob die Erfahrung einer deutsche Mutter mit meiner Schwangerschaft vergleichbar waere (vor den wirtschaflichen Schwierigkeiten von unserer Grossen Rezession).
Sie wissen vielleicht, dass die deutsche Regierung viele finanzielle Anreize, um Kinder zu erziehen, unabhaengig vom Einkommen anbeietet. Aber was fuer eine Ueberraschung, dass trotz dieses grosszuegigen Geschenks, Deutschland inzwischen eine NEGATIVE Wachstumsrate der Bevoelkerung hat! Schau mal:
Nicht seit dem 2. Weltkrieg ist die Geburtenrate so niedrig gewesen. „Elterngeld“ war im Jahr 2007 von 7.000 Euro auf bis zu 22.000 Euro pro Jahr erhoeht, aber Deutschlands Bevoelkerung schrumpt noch. (Wollen Sie wissen, wie viel Elterngeld Sie bekommen wuerden? Probieren Sie diesen Rechner: http://Elterngeldrechner.de
Es ist nicht, weil Menschen keine Kinder wollen. Martin Spiewak, der Autor von Wie weit gehen wir fuer ein Kind? erzaehlt, ‚Die meisten Deutschen wollen Eltern werden. Einer Umfrage des Bundesforschungsministeriums zufolge halten nur zehn Prozent ein Leben ohne Kinder fuer erstrebenswert, 14 Prozent der Maenner, 5 Prozent der Frauen.“ Viele geben die Schuld an der Karriere von Frauen. Trotz Mutterschaftsgelds und Mutterschutzgesetzen, verzoegern Frauen die Mutterschaft. Vielleicht schaetzen sie nicht diese wertvollen Vorteile…Amerikanische Muetter haben nie eine solche Sicherheit,
Noch ein anderer moeglicher Grund ist eine sogennante „Fruchtbarkeits-Krise“. Wenn Sie sich wundern, die deutsche Regierung zahlt auch fuer teure Fruchtbarkeits-Behandlungen, und die Verwendung von Invitro-Fertilisation (IVF) findet mehr denn je statt. Der ‚IVF Boom‘ ist nur der Anfang von „Medikalisierung“ in dem Prozess des Kinderkriegens; „Natural“ Geburt mit behaglichen Ambeinte war fuer Generationen beliebt. Der Trend heutzutage sind mehr Kaiserschnitte und Medikamente, aber mit dem gleichen behaglichen Ambiente. Gesundheitswissenschaftlerin Beate Schucklings Meinung besagt, dass die normale Geburt „auf der roten Liste“ steht.
Lass‘ uns jetzt ein bisschen ueber die Details von Schwangerschaft reden…
Wenn eine Frau in Deutschland schwanger wird, traegt die ihre medizinischen Notizen zu ihren Terminen in einem blauen „Mutterpass“ Heft ein. Er enthaelt typische Informationen wie Gewicht, Blutdruck, Babys Bewegung, usw. Eine typische Schwangerschaft besteht aus 10 Vorsorgeuntersuchungen vor der Geburt. Es ist sehr interresant fuer mich, dass drei Unterschalluntersuchungen standard sind, waehrend die meisten amerikanischen Aerzte maximal zwei bevorzugen. Die deutsche Aerteschaft, in der Regel, fuerchten nicht Gesundheitsrisiken durch Exposition vom Ultraschall.
Die Krankenkasse zahlt fuer alle Termine und medizinische Aufwendungen, einschliesslich postnatale Trainingsklassen: die sogenannte „Rueckbildungsgymnastik„. Eine interessante Parallel zum amerikanischen Bestseller What to Expect When You’re Expecting ist die Hebammensprechstunde.  Dieses Buch schliesst ein ganzheitliches Motiv ein. Die meisten Frauen benutzen Hebammen in einem Krankenhaus. Akupunktur, Kraeutermedizin, usw. werden zusammen mit moderner Technologie verwendet.
Ein Baby kann zu Hause oder im Krankenhaus geboren werden. Eine Kombination der beiden ist ein Geburtshaus. Wie Martin Spiewak erlaeutert, „…der neueste Trend: im Krankenhaus gebaeren, ohne sich im Krankenhaus zu fuehlen. Natuerlich — und doch medizinisch sicher“. Ein oder zwei Tage ist der uebliche Krankenhausaufenthalt fuer amerkanische Muetter; in Deutschland dauert diese Zeit eine ganze Woche, aber man kann es selbst entscheiden.

Studentenbeitrag: „Wie man in Deutschland als Paar lebt“

Der folgende Beitrag wurde von Kyle G., einem Studenten in G463 German Culture, verfasst:

Dieser Blogbeitrag basiert auf dem Artikel „Wie man in Deutschland als Paar lebt“ auf der Website: http://www.zeit.de/2004/08/Deutschland_2fPaar .  Ich finde, dass die Probleme und Fragen in Deutschland in diesem Artikel sehr ähnlich mit denen in den Vereinigten Staaten sind.  Viele Leute suchen ein frohes Leben als Paar, aber es gibt immer mehr Scheidungen.  Der Artikel, den ich las, erforscht diese Tatsache und gibt fünf Beispiele von bemerkenswerten Paaren.

Ich begann meinen Vortrag mit den interessanten Statistiken über Scheidungen in Deutschland (aus dem Jahr 2006).  Jeder zweite Haushalt war ein Ein-Personen-Haushalt, und es gab keine Kinder in 65 Prozent aller Haushalte.  400000 Ehe passierten pro Jahr und 200000 Scheidungen geschahen.

Das erste Beispiel eines Paares war ein Ehepaar, das schon seit dreißig Jahren verheiratet war.  Sie waren lebenslang im Gespräch miteinander.  Sie hatten drei Kinder und ein glückliches Sexuelleben miteinander.  Sie teilten die gleichen Werte und Glauben, und darum war es einfach für sie zusammenzubleiben.

Das zweite Paar war ungewöhnlich, weil der Mann zu Hause blieb, während die Frau als Professorin an einer Universität arbeitete.  Der Mann wusch die Kleidungen und machte die Mahlzeiten.  Jedes Mal als die Frau einen neuen Job bekam, zog er mit ihr um.  Sie arbeiteten zusammen an ihren Büchern, und darum vergleicht der Artikel ihre Ehe mit einem Projekt.

Ich fuhr meinen Vortrag fort mit einem Zitat von Gerhard Amendt, Direktor des Instituts für Geschlechter: „Sex und Liebe sind zwei Vehikel.  Geht es mit dem einen zu Ende, nimmt man das Andere zum Trost.  Man kämpft nicht mehr so sehr um Beziehungen, man tröstet sich mit jemand anderem.“  Dieses Zitat war interessant, aber ich glaube, dass der grӧẞte Teil unseres Kurses skeptisch war, wie wahr es eigentlich ist.

Das dritte Paar war diesem Zitat ähnlich.  Ein junges Paar, sie hatten eine seltsame Beziehung gehabt.  Sie hatten einander seit sieben Jahren gekannt und hatten sich schon dreimal getrennt und waren zum vierten Mal zusammen.  Die Frau in dieser Beziehung sagte, dass es „okay“ ist, andere sexualle Kontakte zu haben.  Ihre Beziehung ist ein Beispiel von „Serieller Monogamie“, wo man sich neu in denselben, gewandelten Menschen verliebt.

Das vierte Paar war ein Lesbenpaar.  Paare von dem gleichen Geschlecht sind öffentlicher in Deutschland als sie es früher waren, aber sie sind noch nicht besonders häufig.  Dieses Paar sagte, dass sie befreit von Geschlechtrollen waren, weil sie das gleiche Geschlecht haben.

Der Artikel sagt, dass es vier Hauptmodelle der Ehe gibt.  Das erste ist das ökonomisch-rechtliche Ehemodell, wo Leute heiraten, weil es weniger teuer zu leben ist.  Das zweite ist das institutionell-rechtliche Modell, wo man heiratet, weil es gut für die Gesellschaft ist.  Das dritte ist das kindzentrierte Modell, wo Ehe als eine Reproduktionsgemeinschaft funktioniert.  Das vierte ist das aktuelle Modell, wo Ehe eine Maximierung des persönlichen Glücks ist.

Im Durchschnitt ist die Ehe in Deutschland ein bisschen anders als in den Vereinigten Staaten.  Die Deutschen heiraten immer später.  Im Durchschnitt heiraten Männer um 31,6 Jahre und Frauen um 28,6 Jahre herum. Der Artikel sagt: „Je später [Leute] heiraten, desto größer ist die Chance einer Scheidung.“

Das letzte Paar, das der Artikel beschreibt, ist ein gutes Beispiel einer Familie mit vielen Kindern—sechs.  Dieses Ehepaar hatte einen romantischen Anfang, und darum blieben sie zusammen durch einige Jahrzehnte hinweg.  Manche Leute glauben, dass Deutschland unfreundlich zu Kindern ist, aber dieses Ehepaar sagt, dass die meisten Leute von dieser Leistung beeindruckt waren.

Nach meiner Zusammenfassung des Artikels, stellte ich ein paar Fragen.  Wie wichtig ist Religion für ein Ehepaar?  Warum?  Ich stellte diese Frage, weil die christliche Perspektive über Ehe sehr interessant ist und viel mit dem religiösen Paar zu tun hat.  Der Pfarrer glaubte, Ehen sind nur während der Zeit auf der Erde, denn die christliche Bibel sagt, dass keiner im Himmel verheiratet.  Aber die Frau des Pfarrers glaubte das nicht, obwohl das Paar viele andere gleiche Werten und Glauben teilte.  Das finde ich interessant.  Das Christentum unterstützt Ehe und lehnt Scheidungen ab.  Für diese Religion ist die Ehe eine heilige Verbindung zwischen dem Ehepaar und Gott.  Aber es scheint mir, als ob die Wichtigkeit dieser Verbindung mit dem Tode endet.  Vielleicht ist diese Frage nicht besonders relevant, wenn man nicht an das Jenseits glaubt, aber für die Christen, die an die Ewigkeit glauben, ist es viel wichtiger.  Wie heilig kann eine Ehe sein, wenn sie mit dem Körper stirbt?  Ist die Liebe zwischen zwei Leuten nur ein kurzzeitiges Ding, das keinen Wert im Himmel hat?  Wenn man die unsterbliche Ewigkeit mit der kurzen Zeit auf der Erde vergleicht, scheint die Ehe eine fast zwecklose Verwicklung.  Warum heiraten dann Menschen?  Im Christentum gibt es religiöse Gründe.  Vermutlich ist die Ehe ein Spiegelbild der Beziehung zwischen Gott und Menschen.  Aber ich glaube es gibt auch andere, praktische Gründe.  Die drei Hauptmodelle der Ehe, die im Artikel stehen, können die Ehe für Christen erklären: Man heiratet aus ökonomischen Gründen, für die Gesellschaft und für Reproduktion.  Das ist sehr pragmatisch und nicht besonders romantisch, aber die christliche Perspektive sieht Ehe als ein Mittel zum Zweck statt des Zweckes selbst.

Dann stellte ich dem Kurs eine andere Frage: Ist es möglich andere sexuelle Partner zu haben und noch eine gute Ehe zu haben?  Der Kurs war der gleichen Meinung, dass wenn man so lebt, dass der Ehemann oder die Ehefrau davon wissen muss.  Manche Studenten glauben, dass diese Idee okay war, wenn sie dem Ehepaar gefällt.  Andere glauben, dass die Idee fast ein Witz war.  Obwohl ich das persönlich nie machen würde, finde ich es dennoch ein faszinierendes Gedankenexperiment.  Ist es unsere Gesellschaft, die sagt, wir können nur eine Person lieben, oder ist es ein natürlicher Teil unseres Wesens?  Vielleicht werden wir die Antwort nie wissen.

Die nächste Frage, die ich stellte, war ein bisschen normaler: Warum sind Ehen heutzutage weniger erfolgreich?  Manche Studenten sagten, dass es wegen der Ungeduld war.  Ich glaube, es hat viel mit den Entwicklungen der modernen Gesellschaft zu tun.  In der Vergangenheit war die Ehe oft eine Pflicht statt einer Wahl.  Jetzt, weil Leute wählen, was sie wollen, gibt es mehr Möglichkeiten fürs Gelingen ebenso wie fürs Scheitern.

Studentenbeitrag: „Wie man in Deutschland Fussball spielt“

Der folgende Beitrag ueber Fussball wurde von Adam P. (Student in G463 German Culture) geschrieben.

Einführung

            Der beste Sport der Welt ist in den USA nicht wirklich bekannt, also ich hab es angebracht gefunden, meinen Mitstudenten ein bisschen Aufschluss darüber zu geben. In dieser Aktualisierung geht es um drei Ereignisse, die wir in meinem Vortrag besprochen haben, aber ein bisschen ausführlicher, da ich damals nur zwanzig Minuten hatte. Ich finde, dass diese Ereignisse die Geschichte vom deutschen Fußball zusammenfassen.

Todeself

            Alles hat mit der Todesel angefangen, mit dem Spiel zwischen der Flakelf und dem FC Start (das heißt, die Luftwaffe gegen ukrainische Fabrikarbeiter). Nach dem Krieg wurde jede Liga zerstört, und die ehemaligen Profi-Spieler konnten nicht zu ihren gewohnten Arbeitsplätzen zurück. Sie mussten eigentlich ihren jeweiligen Wehrmächten beitreten, und die, die die Eroberung der Ukraine überlebt hatten, wurden in Kriegsgefangenschaft genommen. Die meisten Spieler, die früher für Dinamo Kiev und Shahktar Donetsk gespielt hatten, waren gerade in Darnitsa gewesen. Das war eines der schlimmsten Gefangenenlager Europas, was Lebensbedingungen, Essen, und Behandlung betrifft.

            Die Spieler wurden zum größten Teil aus der Gefangenschaft entlassen, aber wären anschließend beinahe verhungert. Davon abgesehen mussten sie sich daran gewöhnen, normale Menschen zu sein, bzw. in Fabriken, Bäckereien und Banken zu arbeiten, da es die ukrainische Bundesliga nicht mehr gegeben hat. Mykola Trusevych, der ehemalige Torwart von Dinamo Kiev, hat sich also für eine Stelle in einer Fabrik beworben, und der Verwalter hat ihn eingestellt, nur weil er ein Kiev-Fan war. Er hat Mykola dazu überzeugt, eine neue Manschaft mit den übrigen ukrainischen Spielern zu gründen. Sie haben es geschafft, und sie hatten wieder eine kleine Liga, die aus sieben Mannschaften bestanden hat. Die hatten keine exklusiven Profis als Spieler, sondern Bahnarbeiter, Soldaten und so weiter, für die der Fußball als ein Nebenjob gegolten hat.  

            Die ukrainische Mannschaft hieß FC Start, und sie hat jedes Spiel gewonnen, bis sie von der Flakelf herausgefordert wurden, der Mannschaft die die Luftwaffe vertreten hat. Die sovietische Propoganda hat zurecht behauptet, dass die Flakelf dieses Spiel als einen Weg nützen wollte, durch den sie die Übermacht der arischen Rasse zur Schau stellen könnten. Aber der Plan würde auf sie heftig zurückschlagen, wenn sie das Spiel verlieren…

            Also haben sie alle Maßnahmen ergriffen, um zu versichern, dass sie die Ukrainer besiegen. Sie haben einen Stasi-Offizier als Schiedsrichter eingestellt, der in den FC Start-Ankleideraum vor dem Spiel getreten ist, um den Spielern zu raten, das Spiel leicht zu nehmen. Sie sollten auch den Hitlergruß vor den hochrangigen Nazis auf dem Spielfield vor dem Anstoß geben. Sie haben sich aber davor geweigert und haben mit aller Inbrunst und Leidenschaft gespielt. Zur Halbzeit waren sie in der Führung, obwohl der Schiedsrichter ihnen keinen Freistoß gegeben hatte, selbst als der Torwart in den Kopf getreten wurde. Die Flakelf hat sehr gewalttätig gespielt, ohne bestraft oder gar ermahnt zu werden.

            Die Start-Spieler wurden noch einmal in der Halbzeitspause davor gewarnt, dass die Folgen wirklich schlimm werden, wenn sie nicht aufgeben, und dass sie einen Sieg bedauern würden. Aber sie haben nicht zugehört. Sie haben deswegen umso besser gespielt, und haben schließlich die Deutschen besiegt. Die Flakelf hat selbst einen Rückkampf eingefordert, und diesmal hat sich FC Start überhaupt nicht zurückgehalten. Sie haben ihn 11-0 gewonnen. Einige Tage nach dem Spiel wurden sie gefangen, gefoltert, und schließlich hingerichtet. Aber sie haben der Welt bewiesen, dass die Nazis nicht übermächtig sind. Sie haben sich ihnen widergesetzt, obwohl sie von den Folgen wussten. Leider mussten sie für ihren Sieg leiden, aber die Ukrainer werden ewig Stolz auf ihre Helden sein.

Das Wunder von Bern

            1954 hat ein relativ faires Spiel stattgefunden, im Gegensatz zu der Todeself-Schande. Die Weltmeisterschaft war in diesem Jahr in der Schweiz,  die erste WM an der die Deutschen seit 1946 teilgenommen haben. Sie waren von der vorletzen WM wegen des zweiten Weltkriegs gesperrt. Also wurden sie sehr unterschätzt; das starke Gegenteil der ungarischen Nationalmanschaft, die seit 1949 nur ein Spiel verloren hatte. Jeder hat sie für den Überfavoriten gehalten. Sie haben Deutschland in einem Gruppenspiel am Anfang des Turniers besiegt, aber die Deutschen hatten nicht die stärksten Spieler aufs Feld gestellt. Also hat der Trainer seine echte Strategie verborgen.

            Die beiden Mannschaften haben das Finale erreicht. Deutschland hat es 3-2 gewonnen und wurde Weltmeister, also konnten die Deutschen sich deswegen vereinigen. Sie konnten auf etwas gemeinsames stolz sein. Dieser Sieg ist dem Wirtschaftswunder entsprechend gewesen, in dem sie von einem guten Ereignis von der Wirklichkeit abgelenkt wurden.

            Aber seid nicht so stolz auf euren Sieg, Jeremy und Michelle, da unser bester Spieler mit einem verletzten Fußgelenk gespielt hat! Er hat auch einen Ausgleich bei 3-2 geschossen, aber der Schiedsrichter hat Abseits gepfiffen. Es gibt auch einige Gerüchte, dass die deutschen Spieler ein leistungssteigendes Medikament vor dem Spiel genommen haben…also wäre alles glatt gegangen, hätten die Ungarn den Titel bestimmt geholt.

Wenn ihr auf den folgenden Link klickt, könnt ihr einen Videoclip vom Spiel anschauen. Es ist auf schwarz-weiß, und ich finde es heftig, wie der Kommentator bei den deutschen Toren ausflippt.

http://www.youtube.com/watch?v=JGOOSVEs-8g

Weltmeisterschaft 2006

                Obwohl Deutschland 1954 Weltmeister wurde, sind sie die Depression zufolge der Vergangenheit nicht losgeworden. Der stereotypische Deutsche hatte laufend einen deprimierten Ausdruck auf dem Gesicht, und Patriotismus war ihnen zuwider, weil sie sich ihrer Geschichte seit dem zweiten Weltkrieg geschämt haben. Wenn jemand auf der Straße eine deutsche Fahne trägt, glaubt man, dass er nicht alle Tassen im Schrank habe. Aber als die Weltmeisterschaft angefangen hat, haben sie der Welt gezeigt, dass sie gastfreundlich sind, und dass sie nicht üble Menschen sind. Und sie haben vor allem sich selbst bewiesen, dass es Sachen im Land gibt, auf die sie stolz sein sollten. Die Nationalmannschaft hat entgegen aller Erwartungen den dritten Platz geschaft, also sie haben zusammen gefeiert, und bei den Publik-Viewings geschrieen und die Fahnen gehisst. Solche Ausstellungen von Nationalbewusstsein hätte Leute in der Vergangenheit erschreckt, weil sie so eng mit der Nazizeit verbunden sind. Aber jeder hat Spaß beim Turnier gehabt. Wegen der tollen Stadions und des endlosen Hefeweizens war WM 2006 eines der erfolgreichsten Turniere in letzter Zeit. Hier kann man ein Beispiel vom Nationalbewusstsein und allgemeinen Zusammengehörigkeitsgefühl ansehen:

http://www.youtube.com/watch?v=YkSdH5gh5J0&feature=fvw

Fußball heutzutage

            Ihr habt bestimmt die letzte WM angeschaut, und Deutschland hat schon wieder den dritten Platz gekriegt. Ich habe vor dem Turnier darauf gehofft, dass sie den Pokal holen, aber Spanien war viel zu stark. Also ich war enttäuscht, aber nicht wirklich überrascht. Und es hat der Mannschaft wirklich geschadet, dass der Kapitän Ballack verletzt wurde…eigentlich vom Halbbruder seines Nationalmitspielers! Das war aber eine Gelegenheit für die Jungs, ihre Fähigkeiten zu zeigen. Meszut Özil wurde hier weltbekannt und wurde sofort im Sommer von Real Madrid gekauft.

            Es gibt in der Nationalmanschaft nicht nur „einheimische“ Deutschen, sondern auch Spieler wie Miro Klose und Lukasz Podolski aus Polen, Cacau aus Brasilien, und natürlich Özil, dessen Eltern aus der Türkei kommen. Das wäre vor fünfzig Jahren auf keinen Fall passiert.

            Fußball in Deutschland funktioniert ganz anders als in den USA. Man strebt nicht immer an, für die Gymnasiums- oder Uni-Mannschaften zu spielen, sondern sofort einem Verein beizutreten. Verschiedene Spieler werden mit nur 5 Jahren schon gekauft, da es Talentsucher überall auf der Welt gibt. Manchmal wohnen sie auch in Sportinternaten, in denen sie den ganzen Tag trainieren und Taktik lernen können. Also sind sie von anderen Fußballspielern umgeben und können sich dem Sport total widmen. Und das ist ganz typisch, da die Deutschen alles mit aller Inbrunst und Leidenschaft machen!

            Und zum Schluß habe ich einige Links von lustigen Pressekonferenzen und deutschen Scherzen hingefügt, da deutsche Spieler die Presse immer reinlegen wollen.

http://www.youtube.com/watch?v=-itsQ1Fr7X0

http://www.youtube.com/watch?v=6QPxAkNujcs

http://www.youtube.com/watch?v=E0ygyIjEiQI

Wie man in Deutschland…

… eine Ausbildung macht. Meine Studenten mussten sich fuer diese Woche einen Ausbildungsberuf aussuchen. Auf der Webseite Beroobi kann man sich die allermoeglichsten Ausbildungsberufe genauer ansehen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn es gibt zu jeder Ausbildung eine „echte“ Person, die uns ihren jeweiligen Beruf vorstellt. Es gibt viele kurze Videoclips, in denen z.B. der Tagesablauf beschrieben wird oder bestimmte Taetigkeiten, die taeglich gemacht werden muessen. Man kann auch erfahren, wie viel man in dem jeweiligen Beruf verdienen kann und wie man sich hinterher auch weiterbilden kann.

Gleich zwei Studenten wollten Schornsteinfeger werden. Der moderne Schornsteinfeger verdient naemlich nicht schlecht und wird auch nicht mehr so schmutzig wie frueher. Ausserdem bringen Schornsteinfeger in Deutschland bekanntlich ja auch Glueck!

Ein Student fand den Beruf des Geruestebauers interessant, eine andere wollte Gaertnerin werden, und ein dritter Erzieher. Ich denke, alle waren ueberrascht, dass man in Deutschland fuer all diese Berufe eine drei-jaehrige Ausbildung machen muss. In den USA hingegen braucht man nicht unbedingt eine besondere Ausbildung, um z.B. bank teller zu werden. Man wird einfach eingearbeitet und trainiert, aber man muss keine drei-jaehrige Bankausbildung nachweisen.

Was finden Sie besser? Immer eine Ausbildung machen muessen (aber dann auch besser qualifiziert sein!), oder lieber alle Moeglichkeiten haben, das zu machen, was man machen will und zwar sofort. Alles hat seine Vor- und Nachteile… 😉

Hallo, ich bin wieder da!

Mann, Mann, Mann! Ich schreibe wieder nach fast zweijaehriger Abstinenz!

Es tut mir aufrichtig leid, dass ich in den letzten zwei Jahren alle Besucherkommentare konsequent ignoriert habe. Ich werde mein Bestens tun, um alle zukuenftigen Anfragen zu beantworten. Versprochen!

Ich werde auch hoffentlich jede Woche einen Blogbeitrag schreiben, und im Dezember werde ich hier kleine Artikel zum Thema „Deutsche Kultur“ von meinen Studenten veroeffentlichen.

Wir lesen momentan die Artikel, die in der ZEIT in der Serie „Wie man in Deutschland …“ erschienen sind. Heute haben wir, zum Beispiel, im Kurs besprochen, wie man in Deutschland die Kindheit erlebt (http://www.zeit.de/2003/42/Deutschland_2fKind_sein_42). Ich hatte mich doch dabei glatt versprochen und hab‘ gesagt „Wie man in Deutschland die Kindheit ueberlebt“. 🙂

Wir haben unter anderem die UN-Charta fuer Kinderrechte besprochen (Wussten Sie, dass Kinder Rechte haben?), die Pisa-Studie von 2000 (in der Deutschland so schlecht abgeschlossen hatte, oh Weia!), und den Suppenkaspar von Wilhelm Busch (Ja, der Kaspar stirbt am Ende, weil er seine Suppe nicht essen will).

Meine Studenten meinten, dass deutsche Kinder ein wenig unabhaengiger und selbststaendiger aufzuwachsen scheinen als amerikanische Kinder. Was meinen Sie dazu?

Meine Studenten musste fuer heute auch eine deutsche Kindheit „empfangen“. Es gibt eine Datenbank, die die Australierin Joanne Moar erstellt hat, die deutsche Kindheiten enthaelt. Moar ist kreuz und quer durch Deutschland gereist und hat Deutsche nach ihren Kindheitserfahrungen befragt und die Daten dann in ihre Datenbank eingegeben. Man kann dann auf ihrer Webseite (www.becoming-german.de) ein paar Daten zur Person eingeben (Alter, Geschlecht, Hobbys, etc.) und dann eine Kindheit „erhalten“, die eine Deutsche/ein Deutscher im gleichen Alter und mit aehnlichen Interessen vorher „gespendet“ hat.

Man kann sogar eine westdeutsche und eine ostdeutsche Kindheit empfangen!

Das muessen Sie auch mal ausprobieren. Meinen Studenten hat’s jedenfalls Spass gemacht…

Wer hat die beste Aussprache?

Meine Studenten haben die Podcastaufnahmen beurteilt und sich für die Besten in den folgenden Kategorien entschieden. Die Kategorien lauten:

1. Beste Aussprache der Vokale

2. Beste Aussprache der Konsonanten

3. Beste Auslautverhärtung

4. Beste Intonation

5. Beste Aussprache (insgesamt)

6. Beste Verbesserung

Die Stimmen werden morgen ausgezählt. Schauen Sie am Mittwoch noch einmal nach, wer gewonnen hat? Hören Sie sich auch selbst alle Podcasts an und stimmen Sie mit!

Was ist Liebe?

Wissen Sie, was Liebe ist?

In diesem kurzen Videoclip von der Fernsehserie „Sendung mit der Maus“ versuchen Kindergartenkinder in ihren eigenen Worten zu erklaeren, was Liebe ist.

Sooo herzerweichend suess!

Viel Spass!